Mitte April 2012 begann ich mit LCHF.
Ich kann schon gar nicht mehr richtig nachvollziehen, wie ich drauf gestoßen bin.

Wahrscheinlich lag es an einigen Plus-Size-Blogs, in denen Selbstakzeptanz und Aufbrezeln gepredigt wird, jedoch immer wieder Verlinkungen zu Abnehm-Blogs zu finden sind.
Ein Hoch auf diese tolle Selbstakzeptanz…
…Die auch bei mir fehlgeschlagen ist.
Ok, eine gute Zeit lang hat das schon funktioniert, als ich auf diverse Onlineshops aus England stieß. Endlich mal keine sackartigen Klamotten, sondern was schickes. Mehr oder weniger. Und auch mehr oder weniger teuer.

Und wie auf diesen Plus-Size-Blogs zu finden: Immer wieder das Thema Abnehmen. Ob mit oder ohne Selbstliebe (oder dem Versuch dazu).
“Man”, in diesem Fall ich, versucht ja trotz aller Shopping-Aufbrezel-MehrDrausMach-Möglichkeiten doch noch die Kurve in Richtung verkleinerte Kurven zu bekommen.

Also folgte ich nicht mehr so viel den Dicke-Frauen-Machen-Sich-Hübsch-Blogs, sondern immer öfter den Verlinkungen. Und hier musste ich ja zwangsläufig auf das LCHF-Blog-Urgestein Sudda treffen.

Aber seltsamerweise blieb ich gar nicht so bei ihr hängen. Obwohl sie ne tolle Schreibe hat.
Und mich hats auch nicht sofort auf die Hauptseite von LCHF.de gezogen.
Wahrscheinlich hatte ich die Nase voll von Versprechungen. Und vielleicht hat es mich frustriert, dass wieder mal Eine es geschafft hat, abzunehmen.
Nur ich Fette nicht. Ich würde es nie schaffen. Nicht in diesem, eventuell vielleicht im übernächsten Leben. Wenn das Schicksal es so wollte und die Sache mit der Reinkarnierung irgendwie stimmt.

Das war irgendwann Anfang 2012.
Und ich las weiter auf den Plus-Size-Blogs.
Und wurde unzufriedener.
Anfangs hatte ich noch Spaß an den überdimensionalen Klamotten, die bissle was her machten.
Doch immer diese Gürtel, die zwanghaft versuchen, eine Art von Taille zu zaubern.
Ein Rock, der nie einen Schnitt aufwies, mit dem man hübschere Beine vortäuschen kann.
Und überhaupt, Rock… pff.. da mussten Liebestöter drunter, sonst schubbert man sich die Innenseiten der Oberschenkel so wund, dass die typische Bezeichnung “sich einen Wolf laufen” schon ein Lacher ist…
Achja, nicht die Oberteile zu vergessen, die einen Ausschnitt als Handwerker-Dekollete anpriesen.

Und am besten gefiel mir die Sache mit den Leggings bzw. Skinny-Jeans.
Im Anfall von “Scheiß drauf, wer meine fetten Beine in Übergrößen-Skinnys nicht sehen mag, soll sich blind stellen!” hab ich mir tatsächlich welche zugelegt.
Und mich absolut unwohl damit gefühlt. Das aber erst nach dem ersten Tragen.
Und nein, ich habe keine blöden Kommentare draußen aufgeschnappt, dazu bin ich zu taub geworden.

Also wieder nix. Null Selbstakzeptanz. Aber mal ehrlich: Es sah auch einfach nur scheiße aus!
Meiner Meinung nach gibts verdammt wenig Klamotten, in denen eine Dicke auch nach was aussieht. Allerdings auch nur gepaart mit ein wenig Glück in Sachen Körperproportionen.

Dieser Frust trieb mich dann doch Richtung Forum.
Ich las einige Tage, prüfte das Konzept mit dem, was ich
1. je gelernt habe über die menschliche Physiologie/Verdauung/Bedarf,
2. bereits an eigenen Erfahrungen machte aufgrund Glutenunverträglichkeit
3. woanders fand, was die kritische Auseinandersetzung mit den gängigen Ernährungsempfehlungen anging.

Mitte April hab ich dann einfach so angefangen. Ohne Plan. Ging. Irgendwie. Und nach wenigen Tagen Ausprobieren hab ich gemerkt, dass ich LCHF unbedingt weitermachen will. Meine Verdauung sprach nicht mehr in Form von Blubbern, Blähungen, Verstopfungen und Durchfall mit mir.

So meldete ich mich am 20.April 2012 im Forum an und das habe ich als persönliches Startdatum für mich festgelegt.

Seither habe ich folgende Zahlen/Daten/Fakten zu vermelden:
* 18 Kilo seit dem 20.04.12 abgenommen ( = 2,25kg pro Monat!)
* gute 20 cm neue Taille gewonnen durch Schwund
* bei noch immer etwas über 100 Kilo Lebendgewicht passt Größe 46
* Magen-Darm-Trakt ist glücklich
* Haut auch
* von der neuen Energie und vom grandiosen Lebensgefühl und dem extremen Zuwachs an Lebensfreude mal ganz abgesehen
* achja, das Wichtigste hätte ich fast vergessen: ich verzichte auf nix, ich esse sehr lecker und reichlich und Sport ist zur Zeit ein Fremdwort für mich (und ich nehme trotzdem ab!).