Nu weiß ich erst mal gar nicht, wo ich anfangen soll. Bei dem Durcheinander im Kopf auch nicht einfach. Ich versuchs mal…

Mein Baby (seit gestern offiziell ein Kleinkind) ist nun seit Februar in der Krippe und es läuft. Und zwar super! Sogar das Essen. Das gebe ich ihr nämlich mit. Ich bekomme Donnerstags den Wochenplan für die kommende Woche und kann entsprechend planen und einkaufen.
Falls mal ein glutenfreies Essen kommt, kann Amina da problemlos mitessen.

So. Das Problem liegt nun verzweigt vor mir. Einerseits sehe ich die Kompetenzen meiner Kleinen. Sie entscheidet aus dem Angebot, was sie gerade möchte. Das betrifft Essen, Schlafen und Spielen. Das heißt: Sie weiß, was sie gerade mag und was nicht.

Und dann sind da die süchtigmachenden Stoffe, die sich in Getreide und Milchprodukten tummeln.

Meine Fragestellung ist also:
Wenn mein Kind weiß, was es will und was nicht, inwiefern hebeln dann süchtigmachende Stoffe diese Kompetenz aus?

Mein Gedankengang dazu:
Mir macht Gluten ne Menge aus, also lasse ich die Finger davon. Mir scheinen auch Mipros was auszumachen, aber ich habe noch immer kleine Anteile davon im Alltag (va Sahne im Kaffee und 1-3xWoche Käse), kann also zum Umfang nichts sagen.
Ich habe aber nun genug Bewußtsein, um einen zb Glutenentzug auch mit Willenskraft durchzuziehen.
Nun können das aber die Kleinkinder noch nicht. Neugeborene, die von einer süchtigen Mutter entbunden wurden, machen außerhalb des Bauches nun erst mal einen Entzug durch. Und ich denke, auch 1jährige sind da noch sehr weit entfernt vom bewußten Umgang mit Ursache und Wirkung in Kombi mit den Konsequenzen aus dieser Erfahrung.

Das Prinzip von Ursache und Wirkung lernen Kinder im 1. Lebensjahr, bezogen auf die unmittelbare Auswirkung. Doch der Blähbauch kommt ja nicht sofort, wenn das Brötchen noch in der Hand ist.

Meine Lösung, und die brauche ich ja erst mal:
Amina bleibt weiterhin getreidefrei mit dem Hintergrund einer Allergie :engel:
Das nimmt wenigstens jeder ernst und fragt nicht blöd nach, um sich dann doch einer Diskussion zu entziehen, weil sich das Weltbild bitte nicht zu ändern hat, es könnte ja unbequem werden *rumketz*
Irgendwann, wenn die Kleine einen guten Wortschatz hat, sich mitteilen kann, dann werden wir mal ausprobieren, wie ihr Getreide schmeckt und ob sie es verträgt. Ich werde ihr dann wohl gekochte, geschmacklose Nudeln vorsetzen :harhar:

Aber bis dahin ist mir die Gefahr zu groß, dass sie bzw. ihr Gehirn sich an diese Sucht gewöhnt resp. gewöhnen könnte und dadurch das eigene Körpergefühl, das sich ja gerade erst entwickelt, flöten geht.
Hat bei mir ja auch funktioniert. Leider. Mir gings ja nie gut mit Getreide und zu vielen Kh. Doch gemerkt hatte ich dies erst nach dem Entzug.

Nun muss ich mir also keinen Wochenplan mehr ausdenken, sondern mache die LCHF-Version vom Krippen-Caterer.
So habe ich nun auch endlich einen Mipro-freien Schokopudding entwickelt, der schokoladig ist und nicht zu süß :yo:
Das Rezept kommt die Tage, versprochen! :sabber: